Mater Aeterna
Das Oratorium Mater Aeterna soll als Deutschlandpremiere in München zur Aufführung kommen, geplant ist derzeit April 2011. Ein Sinfonisches Blasorchester, zwei Chöre, ein Knabenchor sowie vier Solisten mit einem Knabensolisten versprechen Klanggewalt und möchten begeistern. Moderne Musik für Menschen von heute mitten im Leben. Komponist Bert Appermont bringt selbst folgende Vision zum Ausdruck: «Mein Ziel ist es, Musik mit emotionaler Tiefe zu schreiben. Musik, die Menschen inspiriert, sie träumen, hoffen, denken, lieben und leben lässt».
Mater Aeterna: Auf dem Weg von Schmerz zu Hoffnung.
Mater Aeterna betrifft uns alle, denn die Kernfrage des Stückes ist universell: Ergibt man sich dem allgegenwärtigen Pessimismus, der einem unweigerlich in den Abgrund zieht? Oder wagt man es, allen Ungewissheiten und Widrigkeiten zum Trotz an etwas Besseres zu glauben und dafür einzustehen?
Bert Appermonts Stück, das sich am Motiv der katholischen Passionsgeschichte orientiert, stellt eine Mutter vor diese schwere Entscheidung. Sie muss die Hinrichtung ihres eigenen Sohnes miterleben und beschliesst aus Verzweiflung über diese Grausamkeit das scheinbar Unmögliche: Wie in einer Rückblende verfolgt sie ihr Leben zu jenem Punkt zurück, in dem sie ihr Kind empfangen hat. Ohne explizite Zusammenhänge wird ihre Reise damit gleichsam zum Evangelium in umgekehrter Reihenfolge.
Kein Mensch unterstützt die trauernde Mutter auf Ihrem Weg. Im Gegenteil: Alle versuchen, sie von der Sinnlosigkeit ihres Plans zu überzeugen. Selbst bei der Empfängnis ihres Sohnes rät man ihr noch zur Umkehr, da sein sinnloser Tod ja doch bereits feststünde. Doch die Hoffnung der Mutter ist stärker als die dunklen Voraussagen der Unglückspropheten: Sie heisst das neue Leben willkommen und lässt es in sich reifen.
Auf dem Weg zum Ursprung wird die Mutter erneut mit den existenziellen Fragen des Lebens konfrontiert, diesmal jedoch im Licht der gemachten Erfahrungen. Wie die Juden des alten Testaments auf ihrer beschwerlichen Suche nach dem gelobten Land durchquert sie unter zahllosen Qualen und Entbehrungen die Wüste. An den Pforten der Stadt angekommen, muss sie sich endgültig entscheiden: «Will ich ein Kind oder will ich keines?» Allen Selbstzweifeln zum Trotz wählt die Mutter schliesslich das Leben. Die Liebe zu ihrem Sohn ist stärker als die Angst vor dessen Tod, seine Wiedergeburt wird für beide zum Triumph der Hoffnung.